Straßentheater, ver.di im Handel

Auftraggeber
ver.di im Handel
Ansicht
Video auf YouTube
In Zusammenarbeit mit
Andrea Deppert, Jan Lüthje
Kategorie
Öffentlichkeitsarbeit
Gewerkschaftsaktive beim Straßentheater
Der Aufbau in vollem Gange
Und noch ein Gruppenfoto!
Auszug

ARBEITER 1 der Baumwollplantage dreht sich um und ruft: „Damit ihr immer billiger werden könnt, werden wir geschlagen“. ARBEITER 2 dreht sich um und ruft: „Für euren Profit arbeiten Kinder auf der Plantage.“ ARBEITER 3 dreht sich um und ruft: „Für eure Schnäppchenjagd arbeiten wir 20 Stunden am Tag“. Die PINKEN T-SHIRTS reagieren, indem sie sich Augen und Ohren zuhalten.

Drei weitere PINKE T-SHIRTS laufen auf die Fläche und skandieren: „GEWINNMAXIMIERUNG! BILLIGER! GEIZ IST GEIL!“ Sie schubsen die ARBEITER zurück an ihre Positionen.

WEBEREI-ARBEITER beginnen zu röcheln und stellen pantomimisch Ersticken dar. Die PINKEN T-SHIRTS ziehen sich Mundschutz über. Die WEBEREI-ARBEITER fallen nacheinander zu Boden.

NÄHERIN 1 kommt von ihrer Station herüber. Zu den PINKEN T-SHIRTS gewandt ruft sie: „Für euren Profit sterben jährlich 20.000 Arbeiter an Pestiziden.“ Die PINKEN T-SHIRTS reagieren, indem sie sich Augen und Ohren zuhalten.

„Textilien made in hell?!“

Auftrag:

Im April 2015 stellten wir mit einer externen Regisseurin für ver.di im Handel ein Straßentheater auf dem Magdeburger Bahnhofsvorplatz auf die Beine: Gewerkschaftsaktive mimten in einem Laienspiel mehrere bekannte Bekleidungsunternehmen, die aus Profitgier in ihren asiatischen Textilfabriken widrigste Arbeitsbedingungen in Kauf nehmen.

Ziel war ein „öffentlichkeitswirksamer und kreativer Protest gegen die Produktionsbedingungen in der globalen Textilindustrie“, so unser Auftrag.

Daraus entwickelten wir die gelungene Aktion, übernahmen außerdem die Organisation von Requisiten, Transportfahrzeugen und behördlichen Genehmigungen, begleiteten die Inszenierung vor Ort in Magdeburg und im redaktionellen Nachgang auf der Webseite des Fachbereichs. Echter Rundumservice von Z wie Zimmer, lediglich die zugehörige Pressearbeit übernahm ver.di selbst.